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Kostenrechnung Grundlagen: Kostenartenrechnung, Kostenstellen und Kostenträger

📅 März 2026⏱ ca. 8 Min.

Kostenrechnung Grundlagen: Kostenartenrechnung, Kostenstellen und Kostenträger

Die Kostenrechnung beantwortet drei grundlegende Fragen: Was kostet etwas? (Kostenartenrechnung), Wo entstehen Kosten? (Kostenstellenrechnung) und Wofür entstehen Kosten? (Kostenträgerrechnung). Dieses Drei-Stufen-Modell bildet die Basis jeder systematischen Kostenanalyse.

Stufe 1: Kostenartenrechnung

Die Kostenartenrechnung erfasst und gliedert alle anfallenden Kosten nach ihrer Art.

KostenartBeispiele
MaterialkostenRohstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe
PersonalkostenLöhne, Gehälter, Sozialversicherung
Kalkulatorische AbschreibungenWerteverzehr von Anlagen
KapitalkostenKalkulatorische Zinsen
FremdleistungskostenMiete, Versicherungen, externe Dienstleister

Stufe 2: Kostenstellenrechnung

Die Kostenstellenrechnung verteilt die Kosten auf Betriebsbereiche (Kostenstellen). Das zentrale Instrument ist das Betriebsabrechnungsblatt (BAB). Kostenstellen sind z.B.: Einkauf, Fertigung, Vertrieb, Verwaltung.

Stufe 3: Kostenträgerrechnung (Kalkulation)

Die Kostenträgerrechnung (Kalkulation) ermittelt die Selbstkosten einzelner Produkte oder Aufträge. Ziel: Preisuntergrenze bestimmen, Angebotskalkulation erstellen.

Fixe vs. Variable Kosten

Ein zentrales Konzept der Kostenrechnung ist die Unterscheidung zwischen:

  • Fixkosten: Kosten, die unabhängig von der Ausbringungsmenge anfallen (Miete, Geschäftsführergehalt)
  • Variable Kosten: Kosten, die proportional zur Produktionsmenge steigen (Rohstoffe, Stücklöhne)

Diese Unterscheidung ist die Grundlage für die Deckungsbeitragsrechnung und die Break-Even-Analyse.

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