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Doppelte Buchführung: Soll und Haben verständlich erklärt

📅 März 2026⏱ ca. 8 Min.

Doppelte Buchführung: Soll und Haben verständlich erklärt

Die doppelte Buchführung (Doppik) ist das Herzstück des modernen Rechnungswesens. Jeder Geschäftsvorfall wird auf mindestens zwei Konten gebucht – einmal im Soll, einmal im Haben. So entsteht eine lückenlose, prüfbare Dokumentation aller Transaktionen.

Das Grundprinzip: Soll und Haben

⚖️

Buchungssatz: Soll an Haben
Beispiel: „Kasse an Bank 1.000 €" = Kasse steigt (Soll), Bank sinkt (Haben)

Die Begriffe "Soll" und "Haben" haben in der Buchführung keine intuitive Bedeutung – sie sind rein technische Bezeichnungen für die linke (Soll) und rechte (Haben) Seite eines T-Kontos.

T-Konten: Das Grundprinzip visualisiert

T-Konto: Soll und Haben bei der doppelten Buchführung Das T-Konto – Soll und Haben Bankkonto (Aktivkonto) SOLL HABEN Anfangsbestand12.000 € Einzahlung Kunde5.000 € Kredit-Auszahlung8.000 € Summe Soll25.000 € Saldo (Endbestand)14.000 € Zahlung Lieferant6.000 € Miete2.000 € Löhne3.000 € Summe Haben11.000 € Saldo ins Soll übertragen Buchungssatz-Logik Aktivkonto (z.B. Bank, Kasse): ▶ Soll = Zugang (Erhöhung) ▶ Haben = Abgang (Verminderung) Passivkonto (z.B. Verbindl.): ▶ Soll = Abgang (Verminderung) ▶ Haben = Zugang (Erhöhung) Soll AN Haben – stets ausgeglichen
Abb.: T-Konto Beispiel – Bankkonto als Aktivkonto mit Buchungsbeispielen. Saldo = 14.000 € im Soll.
Aktivkonto (z.B. Kasse)
Soll (linke Seite)Haben (rechte Seite)
Anfangsbestand ↑Abgänge ↓
Zugänge ↑
Passivkonto (z.B. Verbindlichkeiten)
Soll (linke Seite)Haben (rechte Seite)
Abgänge ↓Anfangsbestand ↑
Zugänge ↑

Buchungssätze mit Beispielen

VorfallSollHabenBetrag
Kauf Büromaterial barBürobedarfKasse120 €
Eingang Banküberweisung vom KundenBankForderungen aus L&L5.000 €
Zahlung Miete per ÜberweisungMietaufwandBank1.500 €
Aufnahme BankdarlehenBankBankdarlehen50.000 €

Warum "doppelt"?

Die Bezeichnung "doppelte" Buchführung bezieht sich auf zwei Aspekte: Erstens wird jeder Vorfall auf mindestens zwei Konten gebucht. Zweitens führt die doppelte Buchführung zu zwei Jahresabschlussinstrumenten: der Bilanz (Bestandsrechnung) und der GuV (Erfolgsrechnung).

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